Bericht von der Opti EM 2026

Qualifikation und Finalserie in der Girls Fleet

Hannah und Helene berichten im Nachgang von den OPTIMIST EUROPEAN CHAMPIONSHIP, die in der letzten Juli-Woche in Gdynia, Polen stattfanden. Eine Besonderheit bei der EM ist, dass Mädchen und Jungen nicht zusammen starten. Es gab zwei Girls Fleets, in denen jeweils 61 Mädchen waren.

Nach den erfolgreichen Trainingstagen und einer tollen Eröffnung begann die EM am 24.07.2026. Am ersten Tag der Regatta starteten die Jungen zuerst. Als wir segeln sollten, war kaum noch Wind. Natürlich waren wir vor dem ersten Start ohnehin sehr aufgeregt. Umso schlimmer war es, dass wir einige Startversuche bei wenig Wind unternommen, am Ende aber kein Rennen geschafft haben. Der zweite Wettkampftag war das komplette Gegenteil. An diesem Tag sollten die Mädchen zuerst segeln. Weil Böen bis zu 37 Knoten durchkamen, begann auch dieser Tag mit Startverschiebung, für uns allerdings auf dem Wasser. Der Wind blieb sehr stürmisch, wir haben nach längerem Warten dann aber trotzdem noch die geplanten drei Wettfahrten geschafft, die sehr anstrengend waren. Wir waren unglaublich froh, als der Tag vorbei war, ohne dass wir gekentert sind. Trotzdem hatten wir Schmerzen in den Oberschenkeln vom ständigen Ausreiten und waren am Abend ziemlich erschöpft. Der Wind ließ auch am nächsten Tag nicht nach, es waren wieder um die 35 Knoten. Nachdem wir auch den zweiten Tag mit extremen Windbedingungen geschafft hatten, waren wir sehr erleichtert über die Windprognose für die Finaltage, nach der nur wenig Wind zu erwarten war.

In der Qualifikationsserie merkten wir keinen großen Unterschied, dass wir nur gegen Mädchen segelten. Das lag aber vor allem daran, dass wir durch den starken Wind auf andere Sachen fokussiert waren. Nach sechs Qualifikationsrennen standen die Fleets fürs Finale fest. Helene schaffte es ins Goldfleet und Hannah und Scarlett starteten in der Silberfleet.  

Bei den Finalrennen war der Wind wie angekündigt um die sieben Knoten. Das kam uns entgegen. Da wir noch jünger und entsprechend leichter sind, haben wir bei wenig Wind Vorteile gegenüber den 15-Jährigen. Allerdings war nun so wenig Wind, dass wir wieder lange auf unseren ersten Start warten mussten und erst gegen 15:30 Uhr das erste Rennen segelten. Weil so wenig Wind war, war es sehr anstrengend, sich zu konzentrieren. Nun merkten wir auch, dass wir nur gegen Mädchen segelten, da das Feld ruhiger und der Umgang miteinander entspannter war. Es gab insgesamt kaum Proteste. Wir selbst haben auch weder gegen eine andere Seglerin protestiert noch hatten wir einen Protest.

Nach sehr aufregenden Tagen mit allen Windbedingungen, teilweise sehr hohen Wellen sowie Warten an Land und auf dem Wasser wegen zu viel oder zu wenig Wind war der letzte Tag für uns drei ein toller Abschluss. Der Wind war sehr schwach, so dass wir nur ein Rennen geschafft haben. Wir drei segelten alle ein Top 6 Rennen und am Ende belegte Helene den 37. Platz und Hannah den 62. Platz - also den 1. Platz in der Silver Fleet. Was ein toller Abschluss für uns beide war.

Wir hatten eine tolle Zeit in Gdynia. Lustigerweise haben wir dort auch einige Mädchen anderer Nationen getroffen, die wir schon vom Team Race (OTC) aus Berlin kannten und die sogar im letzten Herbst bei uns zuhause übernachtet haben.

Ein ausführlicher Bericht der ganzen Woche findet man auch unter: https://www.opticlass.de/regatta/berichte-2025/optimist-european-championship-2026/

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